In Unterkochen steppte der Bär

Zwei Tage lang hatten die Aktiven der NZU Unterkochen in närrischer Hand gehalten und einmal wieder bewiesen, dass in Unterkochen der Bär steppt.
(© Narrenzunft Bärenfanger Unterkochen)

Große Prunksitzung der Bärenfanger am 16. Februar 2019

Den Vorständen Bastian Schenk, Ingo Winter, Patrick Nemitz und Heike Kaiser war die Freude ins Gesicht geschrieben. Stolz standen sie nach dem Einmarsch der rund 120 Aktiven auf der Bühne und hießen die Gäste in der ausverkauften Sporthalle zur großen Prunksitzung willkommen. Ortsvorsteherin und Schirmherrin Heidi Matzik grüßte traditionell in Reimform und Lobte die NZU in den größten Tönen. „Erfolg ist weiblich, Frauen sind einfach gescheiter" meinte Matzik in ihrer Willkommensrede. Anschließend wurde das Wort an Sitzungspräsident Hartmut Heldenmaier übergeben, welcher wieder locker durch das Programm führte.

Die Roten Flitzer bewiesen, dass sich die NZU keine Gedanken über ihren Gardenachwuchs machen muss und zeigten schwungvollen Gardetanz zu einem Dance-Medley. Friedel Kehrer oder auch „Ds Friedale von Bronnweila", welche bekannt aus dem SWR Fernsehen ist, trat anschließend in die Bütt und witzelte in breitem Schwäbisch. „Liaber a Schneck im Salat, als an Stuagatter im Hof" und meinte „wer nix ka, ka emmr no Präsident in Amerika worra".

Nachdem die ersten Lachtränen des Publikums getrocknet waren, zeigten die Goldies aus Röhlingen ihren diesjährigen akrobatischen Showtanz. Diese Showtanzgruppe durfte Hartmut Heldenmaier auch bereits im vergangenen Jahr auf der Prunksitzungsbühne willkommen heißen. Das Tanzmariechen Hannah Schäffauer tanzte in gewohnter perfektionistischer Art und Weise, schwungvoll zur Musik der Backstreet Boys.

Danach ging Walter Hausmann von den Schlaggawäschern Oberkochen in die Bütt. Als der Tierflüsterer der Wilhelma berichtet er „Viecher send au bloß Menscha" und jagte den Zuschauern abermals die Lachtränen in die Augen.

Nach der ersten Tanzpause, berichteten Franz-Josef Gockner, Claudia Gockner, Renate Lautscham und Kay Schlude-Minich wieder mit ihrem Ratsch und Tratsch über die örtlichen Geschehnisse in Unterkochen. Die vier beklagten selbstverständlich auch die nach wie vor optimierbare Parkplatzsituation an der Sporthalle und den Abriss des Schützen.

Nach ihrem letztjährigen Debut als „Kleines Tanzmariechen", präsentierte Anna Schenk ihren diesährigen Tanz zu einem „Tanz Medley". Fast schon routiniert, wirbelte sie über die NZU-Bühne. Danach wurde es schaurig und düster auf der Bühne. Die Maskengruppe Burgnarren aus Schloßberg-Flochberg zeigten faszinierende Figuren mit ihren Masken. Die Teddy Garde tanzte anschließend zu einem Medley aus dem Musical „Tanz der Vampire" schwungvoll über die Bühne.

Danach ging es mit den Herren der Kanoniere auf einen Tauchgang in die Tiefsee. Unter dem Motto „Unter Wasser" präsentierte die Showtanzgruppe B-Xplosion die bunte, aber auch faszinierende Tierwelt der Tiefsee.

Zu einer fröhlichen Faschingsparty luden dann die Herren der NAPO Band aus Ellwangen ein. Ihr Tophit „Schmiedstroß", durch welchen die Band auch im Umkreis an Bekanntheit gewann, durfte selbstverständlich auch in Unterkochen nicht fehlen.

Die NZU Tanzbären präsentierten danach ihren aktuellen Tanz. Unter dem Motto „Das NZU Megatalent" blieben zwar dieses mal die Augen der Zuschauer trocken, jedoch bei den akrobatischen Einlagen wurden diese auch größer. Gut gelaunt präsentierten sich anschließend die Fachsenfelder Schloßhexen mit ihrem Masken-Showtanz. Der Fanfarenzug der Narrenzunft unter Leitung von Sabine Bolsinger und Julia Jakobi präsentierte Fanfarenmusik auf höchstem Niveau. Schwungvoll und Locker spielten diese auf der Prunksitzung. Traditionsgemäß beendete die Blaue Garde den Abend. Zu einem Schlager Medley tanzten sich die 14 Mädels in die Herzen ihrer Zuschauer.

Nach dem rund fünf stündigen, aber dennoch kurzweiligen Programm, blieb es Sitzungspräsident Hartmut Heldenmaier nur noch „Danke" zu sagen - vor allem Zeremonienmeisterin Irma Schäffauer, welche durch ihren großen Anteil an Unterstützung in der Vorbereitung eine große Hilfe war.

Die Tanzkapelle Voyage lud anschließend noch zum gemütlichen Ausklang auf die Tanzfläche ein.

 

Riesiger Gaudiwurm durch Unterkochen

Alles an einem Ort – das war auch 2019 wieder das Motto des diesjährigen Faschingsumzuges am 17. Februar. Knotenpunkt war die Sporthalle, an welcher bereits vor Start des Umzuges zahlreiche Vereine zur Warm-Up Party anwesend waren.

Pünktlich um 13:33 Uhr startet dann der große Umzug - und der war so groß, wie schon lange nicht mehr. Rund 2,5 Stunden schlängelte sich der Umzug mit den rund 3.000 Masken- und Hästrägern aus 72 Vereinen durch Unterkochens Straßen. Über die Waldhäuser Straße und den Kutschenweg ging es über den Roßbrunnenweg zurück zum Narrendorf an der Sporthalle Unterkochen. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften 1/ Grad führte die NZU den Gaudiwurm an, an welche sich zahlreiche bunte Vereine aus nah und fern einreiten. Da waren zum Beispiel die NZ Kemptner Stadthexen, die Neckartalhexen, die NG Hetza Hexa und viele weitere welche die Zuschauer mit ihren Pyramiden zum Mitfeiern animierten. Auch die verschiedenen teilnehmenden Guggenmusiken und riesigen Umzugswägen – wie zum Beispiel der „Super Mario Wagen" der Riffinger Hidde – sorgten für super Stimmung bei den geschätzt 7.000 Zuschauern. An den verschiedenen Sprecherstellen führten Juliane Flath, Manuela Neher und Bastian Schenk durchs Programm und informierten die Zuschauer über die jeweiligen Gruppen.

Anschließend fand die große After-Show Part im „Narrendorf" Unterkochen in, an und um die Sporthalle Unterkochen statt. Bis 18 Uhr ging dort das närrische Treiben.

 

Die NZU möchte sich auch auf diesem Weg bei allen Freunden, Gönnern und Helfern bedanken, welche zum Erfolg dieses Wochenendes beigetragen haben. Ohne diese wäre ein solch reibungsloser Ablauf nicht möglich gewesen!

(Text: Daniel Mock, Narrenzunft Bärenfanger Unterkochen)

 

siehe auch: http://www.baerenfanger.de/

 

© Stadt Aalen, 04.03.2019

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